ICT-Dienstleistungsexportneigung

Will die Schweiz die Digitalisierung aktiv gestalten, so muss sie sich dem internationalen Wettbewerb stellen und bestehen können. Als Gradmesser hierzu dienen die ICT-Dienstleistungsexporte. Gelingt es deutlich überdurchschnittlich (im Vergleich zum Wertschöpfungsanteil an den Dienstleistungsbranchen) zu exportieren, so erhöhen sich die Chancen langfristig Arbeitsplätze und Wohlstand in der Schweiz zu sichern.

Berechnung: Die Schweizerische Nationalbank (SNB) erhebt die Dienstleistungsexporte, wobei die Branche unerheblich ist. Dies bedeutet, dass z.B. auch ICT-Dienstleistungsexporte von Banken (typischerweise an ihre Tochterunternehmen im Ausland) auch berücksichtigt sind. 

Um diese absolute Zahl ins Verhältnis setzen zu können, wird die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR) herangezogen. Dabei wird als Referenz der Anteil des ICT-Sektors an der Bruttowertschöpfung der Dienstleistungsbranchen verwendet. Als akuter Handlungsbedarf wird ein tieferer Dienstleistungsexportanteil als Anteil an den Dienstleistungswertschöpfung verstanden, da die Exporte der ICT-Branche und der Nicht-ICT-Branche gezählt werden. Der Optimierungsbedarf wird bei einem doppelt so hohen Dienstleistungsexportanteil festgelegt. Als Zielwert wird gar ein dreimal so hoher Dienstleistungsexportanteil verwendet, da dies mit der Beschäftigungssituation des ICT-Berufsfelds (1/3 im ICT-Sektor, 2/3 in allen anderen Branchen) korrespondiert.

Datenquelle:

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01.01.200021.11.2017