Regierung als ICT-Nutzer und Treiber

Damit eine Gesellschaft die Möglichkeiten und Chancen der Digitalisierung optimal entfalten und nutzen kann, braucht es ein Zusammenspiel von Wirtschaft, Bevölkerung und Politik.  Ein entscheidender Faktor hierbei ist die Nutzung, das Angebot sowie die Förderung und Implementierung von ICT-Lösungen durch die genannten Stakeholder.

Berechnung:  Der «Global Information Technology Report» misst mit Hilfe eines sogenannten «Network Readiness Index» die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Digitalisierung/ICT-Evolution in unterschiedlichen Ländern. Ein wichtiger Faktor der Studie ist die Bereitschaft der Regierung/Politik als ICT-Treiber zu fungieren. In der Studie wurde hierfür der Erfolg der Regierung bei der Entwicklung und Implementierung von Strategien zur Digitalisierung gemessen sowie die Nutzung von ICT-Lösungen in Form von Verfügbarkeit und Qualität der Online-Services.

Im Ranking kann ein maximaler Wert von 7 erreicht werden. 2016 erreichte die Schweiz einen Wert von 4.5; womit sie im internationalen Ländervergleich auf Rang 43 liegt. Die Schweiz hat sich gegenüber dem Vorjahr um fünf Ränge verbessert (plus 0,1 Punkt). Trotzdem hinkt die Politik der Wirtschaft und Gesellschaft stark hinterher: So sind die Schweizer Unternehmen (Wirtschaft) punkto ICT-Anwendung und Implementierung auch 2016 wieder auf dem ersten Rang (6,1 Punkte) und die individuelle ICT-Nutzung der Bevölkerung ist mit Rang 9 auch in den Top-Ten (6,6 Punkte). 

Ziel ist es, dass die Schweiz den maximal möglichen Wert von 7 erreicht. Akuter Handlungsbedarf besteht, solange die Schweiz im Ranking nicht besser abschneidet, als die zwanzig Besten (Wert von 5.0). Von Optimierungsbedarf wird ausgegangen, wenn die Schweiz unter den zehn Besten der Welt platziert ist (Wert von 5.4). Die Messgrösse fliesst mit einer Gewichtung von 25% in den Themenindex «Öffentliche Hand und Politik» ein.

Datenquelle: 

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01.01.201521.11.2017