Informieren - Involvieren - Initiieren Digitale Innovation in der Schweiz

Deutsch English
Kickstart Accelerator
digital.swiss

Intro

Basisinfrastrukturen

Netzinfrastruktur - Das Breitbandnetz als Fundament einer digitalen Schweizer Wirtschaft
Basisinfrastrukturen, wie leitungsgebundene Datennetze oder das Mobilfunknetz, sind das Fundament einer funktionierenden digitalen Wirtschaft. Darüber wird kommuniziert, es werden Daten ausgetauscht, Produkte vertrieben und Dienstleistungen werden produziert und verkauft. Ohne verlässliche Netzinfrastruktur sind weder Digitalisierung noch automatisierte Geschäftsprozesse denkbar. Neben den rund 4 Mio. Breitbandanschlüssen und den 11 Mio. aktiven SIM-Karten wird in den nächsten Jahren die Vernetzung von Geräten, Fahrzeugen, Maschinen und Gebäuden für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft immer wichtiger. Bis 2020 werden in der Schweiz rund 20-30 Mio. Dinge mit dem Internet und untereinander verbunden sein (Internet of Things). Dabei spielt die mobile Anbindung ans Internet eine dominante Rolle. Neben der Bandbreite werden aber zusätzliche Anforderungen berücksichtigt werden müssen (z.B. Latenz, Energieverbrauch etc.). Beim Ausbau der modernen Breitbandnetze kann bei den leitungsgebundenen Netzen und im Mobilfunkbereich eine hohe Investitionsdynamik und beim Angebot von Diensten eine grosse Wettbewerbsdynamik festgestellt werden. Die Schweiz schneidet in diversen internationalen Benchmarks zur Breitbandversorgung sehr gut ab (OECD, WEF, Akamai etc.).

Zum aktuellen Stand
Der Themenindex bestätigt mit 93% Zielerreichung die gute Breitbandversorgung in der Schweiz. Rund 83% der Gebäude – und ein noch höherer Anteil der Haushalte – erlauben eine überdurchschnittliche Nutzung von digitalen Diensten. Aber auch die verbleibenden 17% haben in der Regel eine ausreichende Versorgung, um Video-Streams anzuschauen, im Internet zu surfen oder online einzukaufen. Noch besser sieht die Versorgung durch Mobilfunk aus: Gemäss Abdeckungsprognosen ist die neuste Mobilfunktechnologie 4G/LTE in 99% der besiedelten Gebiete verfügbar. Die Versorgungsqualität wird hier aber nicht nur durch die Basisinfrastruktur bestimmt, sondern auch durch Kundinnen und Kunden beeinflusst: beispielsweise durch das verwendete Endgerät, den Aufenthaltsort oder die Tageszeit. Die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden nehmen laufend zu. Um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden und die erfreuliche Qualität der Basisinfrastruktur aufrecht zu erhalten, müssen die Netze laufend modernisiert werden. Der «digitale Warenkorb» und die Zielgrössen müssen daher ebenfalls laufend angepasst werden.

«Die Bedeutung der Mobilfunkversorgung für die Digitalisierung wird in den nächsten Jahren deutlich zunehmen. Die Politik soll mit guten Rahmenbedingungen dazu beitragen, dass die Mobilfunknetze rasch modernisiert und ausgebaut werden können.»

Stand der Digitalisierung im Themenfeld BasisinfrastrukturenFortschritt der Digitalisierung im Themenfeld Basisinfrastrukturen

15.03.201620.08.2017
digital.swiss, Foto  Grasser  Christian

Themenverantwortlicher

Christian Grasser

Geschäftsführer 
asut

Messgrössen


Festnetz-Bandbreite für eine 4-köpfige Familie

Zugang zur modernsten Mobilfunktechnologie (4G/LTE)

Vernetzung von Geräten und Maschinen (IoT)

Festnetz-Bandbreite für eine 4-köpfige Familie

Die Nutzung des Internets in den eigenen vier Wänden ist vielfältiger geworden: von Videos in Ultra-HD-Qualität und Musikstreaming über Work-at-home und Internet-Recherchen für die Schule bis zu eBanking und Online-Gaming. Nur wenn ausreichend Bandbreite zur Verfügung steht, können diese Dienste von mehreren Personen gleichzeitig genutzt werden.

BerechnungAnhand eines «digitalen Warenkorbs» wird der maximale Breitbandbedarf einer vierköpfigen Familie abgeschätzt. Der Warenkorb ermöglicht insgesamt drei parallele Video-Streams (1x Ultra-HD und 2x HD) und erlaubt gleichzeitig das Surfen im Internet oder die Nutzung von internetbasierter Telefonie. Berechnet wird der Anteil der Gebäude in der Schweiz, welche mit ausreichend Bandbreite versorgt sind, damit in jeder Wohnung der «digitale Warenkorb» genutzt werden könnte (aktuell: 83%).

Rund 89% der Gebäude in der Schweiz stehen in der Bauzone. Zielgrösse ist daher, dass mindestens 89% der Gebäude mit einer dem digitalen Warenkorb entsprechenden Bandbreite ausgestattet sind, womit die Messgrösse den Wert von 94% Zielerreichung (83.0%/88.7%) annimmt. Damit wird berücksichtigt, dass in der Schweiz alle Haushalte Anspruch auf einen Internetanschluss haben (Grundversorgung), aber nicht überall der «digitale Warenkorb» vorhanden sein muss (abgelegene Gebäude, Zweitwohnungen etc.).

Für die Schwellenwerte zur Beurteilung der Zielerreichung wird die Breitbandversorgung in der EU als Vergleichswert beigezogen. In den 28 EU-Staaten haben 71% der Haushalte Zugang zu einer Bandbreite von 30 Mb/s. Der Optimierungsbedarf wird daher bei 71% festgelegt und der akute Handlungsbedarf bei 57%. Dieses Vorgehen benachteiligt jedoch die Schweizer Situation: Der digitale Warenkorb hat eine deutlich höhere Bandbreite als 30 Mb/s, zudem werden in der Schweiz angeschlossene Gebäude betrachtet, nicht Haushalte. Beides führt dazu, dass die Situation in der Schweiz im Vergleich mit der EU deutlich schlechter eingeschätzt wird, als sie tatsächlich ist. Es war jedoch nicht möglich, einen verlässlichen Korrekturfaktor zu berechnen oder auf vergleichbare Datenquellen zu wechseln. Die Einschätzung des Handlungsbedarfs zielt daher darauf ab, den quantitativen und qualitativen Vorsprung gegenüber den EU-Staaten zu erhalten oder auszubauen.

Datenquelle: 

  • Berechnung anhand interner Daten aus dem Breitbandatlas des BAKOM (Stand Mai 2017)
  • Schwellenwerte aus IHS Technology, Broadband Coverage in Europe 2015: Coverage in Switzerland, Mai 2016
  • Gebäudedaten gemäss ARE Monitoring Bauen ausserhalb Bauzone (Zahlen und Grafiken zum Standardbericht, Tab_6), Stand 2016
Share Embed Data
01.03.201620.08.2017
Zugang zur modernsten Mobilfunktechnologie (4G/LTE)

Smartphones und Tablets erlauben die mobile Nutzung des Internets. Wichtig ist dabei eine möglichst flächendeckende Versorgung ausserhalb der Gebäude mit der modernsten Mobilfunktechnologie 4G/LTE. Damit ist die Nutzung des Internets, aber auch Musik- oder Video-Streaming unterwegs möglich. Hierbei ist zu beachten, dass die Versorgungsqualität nicht nur von der Basisinfrastruktur abhängt, sondern ebenso vom Endgerät, dem Aufenthaltsort, der Anzahl Kunden im Netz oder den Wetterverhältnissen.

Berechnung: Anhand von Abdeckungsprognosen wird der Anteil der besiedelten Fläche (Population-Coverage) beurteilt, in der die Mobilfunkversorgung mit 4G/LTE möglich ist. Ziel ist, dass die Nutzung des mobilen Internets unterwegs oder im Freien in 100% der besiedelten Fläche mit der modernsten Mobilfunktechnologie möglich ist.

Für die Abschätzung der Schwellenwerte wird die Mobilfunkversorgung in der Schweiz mit den EU-Staaten verglichen. Die 4G/LTE-Abdeckung in den 28 EU-Staaten beträgt im Mittel 86%. Ab diesem Wert wird von einem Optimierungsbedarf ausgegangen. Der akute Handlungsbedarf liegt vor, wenn der Anteil mindestens weitere 14%-Punkte tiefer liegt (72%).

Datenquelle: 

  • Interne Daten der Mobilfunkanbieter
  • Schwellenwerte aus IHS Technology, Broadband Coverage in Europe 2015: Coverage in Switzerland, Mai 2016
Share Embed Data
01.03.201620.08.2017
Vernetzung von Geräten und Maschinen (IoT)

2020 werden mehr Geräte, Maschinen, Sensoren oder Fahrzeuge mit dem Internet verbunden sein, als Menschen in der Schweiz leben. Je nach Anwendung haben diese Dinge ganz unterschiedliche Anforderungen an den drahtlosen Zugang zum Datennetz. Von einfachen Sensoren, die nur einmal am Tag eine geringe Datenmenge übertragen, bis zu Drohnen, die in Echtzeit und verzögerungsfrei gesteuert werden müssen. Anhand von praxisnahen Use-Cases werden Kenngrössen für typische Anwendungsfälle entwickelt.

Share Embed

Expertenteam

digital.swiss, Foto Bach Christoph Neu

Dr. Christoph Bach

Head of Practice Mobile Broadband Western Europe 
Ericsson

digital.swiss,

Patrick Heer

Bundesamt für Kommunikation (BAKOM)

digital.swiss, Foto Neu Naef Melissa

Melissa Näf

Manager Government Affairs
UPC Schweiz GmbH

digital.swiss,

Stefan Berg

Head of Strategy Enterprise Customers
Swisscom (Schweiz) AG

Dialog


Aktuelle Projekte

Letzte Publikationen

Digital Index Switzerland 2016 - Road to RODI: A framework to drive Return On Digital Investment

Due to the growing importance of digitalization for consumers and companies in Switzerland, Google and Accenture decided to collaborate to ensure a holistic expert view on Swiss companies’ digital readiness. Based on publicly available information only, they investigated the digital maturity and mobile readiness for 100 of Switzerland’s biggest companies. This investigation revealed that, on average, Swiss companies do not prioritize digital initiatives applying outcome-based assessments of value creation potential and customer needs. Therefore, Accenture and Google created a framework based on cross-industry best practice examples that intends to support Switzerland’s companies in driving value creation through digital initiatives.

LinkDigital Index Switzerland 2016

The Global Information Technology Report 2016

Seit 2001 berichtet das World Economic Forum (WEF) über die neusten Ergebnisse aus dem Networked Readiness Index (NRI) und schafft einen Überblick über den Stand der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in 139 Volkswirtschaften. Der NRI deckt vier Bereiche ab: Die politische und wirtschaftliche Umgebung, die E-Readiness (Infrastruktur und Bezahlbarkeit), E-Government-Nutzung (in der Bevölkerung, Wirtschaft und Verwaltung) sowie die wirtschaftlichen und sozialen Einflüsse der IKT. Die Schweiz befindet sich im internationalen Vergleich auf Rang 7. Singapur und Finnland führen die Rangliste an.

Herausgeber: World Economic Forum (WEF) / Insead / Johnson Cornell University

Link zur StudieThe Global Information Technology Report 2016
DownloadThe Global Information Technology Report 2016
mehr Publikationen

Themen

Basisinfrastrukturen Digitale Identität Energie Fachkräfte & Bildung Forschung & Innovation Gesellschaft & Verhalten Gesundheit ICT-Wirtschaft Industrie 4.0 Internationale Wettbewerbsfähigkeit Mobilität Öffentliche Hand & Politik Rechtsnormen & Legiferierung Sicherheit Wirtschaftssektoren

© ICTswitzerland 2017 Impressum