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Digitale Identität

Eine digitale Identität für die Schweiz
"Eine digitale Identität (eIdentity) ist die digitale Repräsentation eines Subjekts. Sie hat einen Identifikator, d.h. einen eindeutigen Namen, sowie optional eine Menge von zusätzlichen Attributen, und kann mittels eines digitalen Credentials nachgewiesen werden." (eCH-0107)
"Eine digitale Identität ist eine Identität, die von einem Rechner verstanden und verarbeitet werden kann. Die digitale Identität entsteht, indem Attribute einer natürlichen Person oder eines Objektes in einem Rechner in elektronischer Form sicher registriert werden." (Xlogon)
"In der Regel wird darunter die einzigartige Kombination von persönlichen und unverwechselbaren Eigenschaften des Individuums verstanden. Dazu gehören unter anderem der Name, das Geschlecht und der Beruf. Dadurch lassen sich Personen voneinander unterscheiden. Identität ist immer eng verknüpft mit Identifizierung, dem Ausdruck der eigenen Persönlichkeit, Gruppenzugehörigkeiten und Selbstpräsentation."(myON-ID Blog). 

Zum aktuellen Stand
Eine vollumfängliche Digitalisierung der Gesellschaft setzt voraus, dass zwischen Vertretern verschiedener Organisationen, sowie auch zwischen Privatpersonen eine vertrauenswürdige Interaktion möglich ist. Dies gilt für die Wirtschaft, für die Verwaltung und auch für die Demokratie. In der Welt der Menschen werden Akteure durch soziale und juristische Identitäten repräsentiert. In der Welt der Maschinen werden Akteure durch digitale Identitäten repräsentiert. Es stimmt zwar, dass man sich für viele Formen der Interaktion mit Hilfslösungen behelfen kann, sei es mit der Risikoabdeckung durch Kreditkarten, sei es mit sektorspezifischen eIDs, sei es mit Plattform-eIDs, wie sie von sozialen Netzen ausgegeben werden, oder sei es auch mit privatwirtschaftlichen eIDs, die auf einer Prüfung von staatlichen Ausweisen basieren. Aber die Einsatzbereiche bleiben jeweils eingeschränkt. Dies wird nur deshalb heute selten als Problem wahrgenommen, weil die Digitalisierung der Gesellschaft erst am Anfang steht. Wie der Indexstand zeigt, verharrt die Verbreitung von elektronischen Identitäten mit hohem Sicherheitsstandard in der Schweiz auf tiefem Niveau. Zudem kann für natürliche Personen die einzig wirklich Vertrauen schaffende Lösung für den Identitätsnachweis in der Online-Interaktion nur einer sein, der gleichwertig ist mit den staatlich erstellten Identitätsausweisen für den Offline-Gebrauch. Diese Lösung entfaltet dann und nur dann Wirkung, wenn viele Personen diese eID besitzen und sie vielfältig nützen können und wollen. Deshalb braucht es zwingend eine staatlich verankerte eID mit einer grossen Verbreitung und zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten, um die Vertrauensbasis für eine umfassende Digitalisierung der Gesellschaft zu schaffen.

Stand der Digitalisierung im Themenfeld Digitale IdentitätFortschritt der Digitalisierung im Themenfeld Digitale Identität

01.01.201624.06.2017
digital.swiss, Christian Weber Small

Christian Weber

Leiter eGovernment für KMU
Zuständig SuisseID
Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF
Staatssekretariat für Wirtschaft SECO

Messgrössen


100% - 75% 74% - 45% 44% - 0%

Grad der Verbreitung (sicherer) digitaler Identitäten von natürlichen Personen

Grad der Verbreitung (sicherer) digitaler Identitäten von juristischen Personen

Einstellung der Bevölkerung gegenüber digitalen Identitäten

Grad der Verbreitung (sicherer) digitaler Identitäten von natürlichen Personen

In der Schweiz können nur Besitzer von digitalen Identitäten, die die Anforderungen nach ZertES (Bundesgesetz über die elektronische Signatur) erfüllen mittels qualifizierter elektronischer Signatur unterschreiben. Dies ist für natürliche Personen nur mittels SuisseID möglich. Mit der Einführung 2010 schaffte die SuisseID die rechtlichen und technischen Voraussetzungen für einen sicheren  elektronischen Geschäftsverkehr. Als digitaler Identitätsausweis im Internet bietet sie ihren Anwenderinnen und Anwendern eine sichere Authentifikation zu Web-Applikationen, eindeutige Identifikation für Internet-Dienste und digitales, rechtsgültiges Signieren von Dokumenten.

Berechnung: Aus einer Umfrage unter Anbietern von digitalen Identitäten wird erhoben, dass momentan 33.500 digitale Identitäten in der Schweiz genutzt werden. Ziel ist es, dass 2 Mio. digitale Identitäten in der Schweiz genutzt werden.

Datenquelle: Umfrage unter Anbietern von digitalen Identitäten

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Grad der Verbreitung (sicherer) digitaler Identitäten von juristischen Personen

HTTPS wird zur Herstellung von Vertraulichkeit und Integrität in der Kommunikation zwischen Website und Webbrowser im Internet verwendet. Dies wird durch Verschlüsselung und Authentifizierung erreicht. Relevant ist das bei jeder Form der Datenübermittlung, z.B. auch bei Webformularen für Bewerbungen. Langfristiges Ziel ist es mittels dem sichersten SSL-Standard (Extended-Validation-Zertifikat) die digitale Identität von juristischen Personen so zu verankern, dass Phishing-Betrug mittels scheinbar sicherer Websites verunmöglicht wird. Mittlerweile basiert die überwiegende Mehrheit der sicherheitskritischen Webseiten (Onlinebanking, etc.) auf dem HTTPS Protokoll.

Berechnung: Der Internetdienst httparchive.org stellt eine permanente Sammlung von Web-Performance-Informationen (z.B. Grösse der Seiten, genutzte Technologien) zur Verfügung. Die Daten basieren auf den 1'000'000 meist aufgerufenen Webseiten weltweit. Als Messgrösse definiert ist die Anzahl HTTPS Webseiten mit Schweizer Domain. Ziel ist, dass alle grossen Schweizer Webseiten, die von httparchive.org erfasst werden, ein SSL-Zertifikat hinterlegt haben (2015: 3991 Webseiten).

Datenquelle: httparchive.org

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01.01.201124.06.2017
Einstellung der Bevölkerung gegenüber digitalen Identitäten

Die Offenheit der Schweizer Bevölkerung gegenüber einer digitalen Identität wird durch folgende Aspekte abgefragt: 

  1. Würden Sie es grundsätzlich begrüssen, wenn Sie sich mit einer elektronischen Identität digital ausweisen könnten? zur Umfrage 
  2. Trauen Sie einer solchen elektronischen Unterschrift wie z.B. einer SuisseID? zur Umfrage

Berechnung: Antworten wurden auf einer Skala von 1-5 (sehr begrüssen/trauen; eher; weder noch; eher nicht; sicher nicht begrüssen/trauen) gemessen. Für die Messgrösse wird der Durchschnitt aller Antworten berechnet. Als Zielgrösse wird von einer offenen Haltung und Vertrauen gegenüber einer digitalen Identität ausgegangen. 

Datenquelle: Bevölkerungsumfrage im Rahmen der Initiative "digital.swiss"

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Expertenteam

digital.swiss, Mario Voge

Mario Voge

Head of Identity Services, Mitglied der Geschäftsleitung
Swiss Post Solutions AG
Digital Trust Services 

digital.swiss,

Markus Waldner

Projektleiter eID: fedpol
BUNDESAMT FÜR POLIZEI
Chef Fachbereich Weiterentwicklung 
Gesamtprojektleiter Erneuerung Pass und ID

digital.swiss, Winkler  M  05 Small

Maria Winkler

IT & Law Consulting GmbH

digital.swiss, Riedl Reinhard 1

Reinhard Riedl, Prof. Dipl. Ing. Dr. phil.

Leiter Zentrum Digitale Gesellschaft, Berner Fachhochschule

digital.swiss, S   Eberle

Sandra Eberle

Juristin Bundesamt für Justiz 

digital.swiss, Carl Rosenast

Carl Rosenast

SuisseID Anbieter: QuoVadis
Präsident Trägerverein SuisseID

digital.swiss, Walter  Berli

Walter Berli

Mitglied der Geschäftsleitung SIX Terravis AG
Projekt-Manager eGRIS und SIX Nominee

Dialog


Chief Technology Strategist

Monique Jeanne Morrow, zuletzt diskutiert am 0 Kommentare

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Digitalisierung – wo stehen Schweizer KMU?

KMU – digitale Champions? 
Die Mehrheit der KMU konzentriert sich auf die Digitalisierung der internen Prozesse. Der Wandel wird noch weitgehend von Einzelpersonen geprägt. Digitale Champions erklären die Transformation zur Chefsache, sind mutig und passen die gesamte Geschäftsstrategie dem digitalen Zeitalter an. Das sind die Resultate der Studie von PwC Schweiz, Google Switzerland GmbH und «digitalswitzerland». 

Der Digitalisierungsgrad von Schweizer KMU variiert. Je grösser das Unternehmen und je jünger die Geschäftsleitung, desto fitter ist das Unternehmen im digitalen Bereich. Auch die Branche entscheidet mit: Unternehmen, die aus Tätigkeitsgebieten wie Telekommunikation und Medien kommen, sind – nicht überraschend – führend in der Digitalisierung. 80 Prozent der Befragten erwarten, dass sich der Markt durch die Digitalisierung in den nächsten fünf Jahren grundlegend verändern wird. Das ergibt eine Befragung von 300 Schweizer KMU.

Digital, aber nicht überall
Die befragten Unternehmen konzentrieren sich auf die Digitalisierung der internen Prozesse sowie auf Websites oder E-Commerce-Lösungen. Der Kunde und seine Erfahrung stehen noch selten im Mittelpunkt: Nur 42 Prozent binden die Kunden in ihre Geschäftsprozesse ein. Unternehmen, die sich für den digitalen Wandel entschieden haben, sind heute der Meinung, dass sich das finanzielle Engagement gelohnt hat.

Digitalisierung zur Chefsache machen
«Erfolgsgeschichten bei einheimischen Unternehmen zeigen, dass die Digitalisierung ein Unternehmen grundlegend verändert. Deshalb sollte das Thema auf der Agenda der Geschäftsführer, CEOs und Verwaltungsratsmitglieder stehen», betont Patrick Warnking, Country Director von Google Schweiz. «Das Personal gehört zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren der Digitalisierung. Es braucht Menschen, die das Geplante in ihren Alltag übersetzen», ergänzt Holger Greif, Leiter Digitale Transformation bei PwC Schweiz.

Fahrplan für Champions 
Als Erkenntnis aus der Studie empfiehlt Norbert Kühnis, Leiter Familienunternehmen und KMU, PwC Schweiz, Mut zu zeigen und den eigenen Markt genau zu beobachten: «Oft braucht es eine mutige Entscheidung, damit ein grosser Schritt gelingt. Ich rate Schweizer KMU deshalb, den Markt zu beobachten und digitale Möglichkeiten als Chancen zu sehen. Ein Champion nutzt die Digitalisierung, um die Beziehung zu Kunden zu erweitern und Kundenbedürfnisse beherzt anzugehen.»

Holger Greif ist seit 2008 Partner bei PwC Schweiz. Er leitete über 5 Jahre das Management Consulting und fokussiert sich seit Juli 2016 auf die Buisness Unit „Digital Transformation“, zu welcher das Experience Center für digitale Lösungen gehört. Zuvor war er seit 1997 Unternehmensberater (Mitchell Madison Group, Droege & Comp, selbständiger Berater und b&m). Er hat umfangreiche Erfahrungen im Outsourcing und in Business Transformation Themen. Holger Greif hat einen Doktor in Experimentalphysik von der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität.

Link zur Studie«Digitalisierung – Wo stehen Schweizer KMU»
Weiterführende InformationenPwC Digitalisierung

Swiss Software Industry Survey (SSIS)

Der vom Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Bern durchgeführte SSIS ist als Langzeitstudie angelegt und soll zukünftig jährlich über den aktuellen Stand, die neuesten Trends und langfristigen Entwicklungen der Schweizer Softwarebranche informieren. Die Ergebnisse des im Sommer 2015 erstmals durchgeführten Surveys zeichnen ein vielschichtiges und optimistisches Bild:

  • Hohe Profitabilität und positive Zukunftsaussichten: Die Schweizer Softwarebranche ist mit einer durchschnittlichen EBIT-Marge von 8,5 % im Jahr 2014 hochprofitabel. Die Wachstumsaussichten werden ebenfalls überaus positiv beurteilt. Im Durchschnitt erwarten die Softwareunternehmen ein Umsatzwachstum von 12 %. Diese optimistischen Zukunftsaussichten schlagen sich in hohen Ausgaben für Forschung und Entwicklung nieder: Durchschnittlich 14 % ihres Umsatzes bringen Schweizer Softwareunternehmen für zukunftsorientierte Investitionen auf.
  • Geringer Internationalisierungsgrad: Die Schweizer Softwareindustrie erzielt 16 % der Gesamtumsätze durch Exporte. Dabei konzentriert sie sich hauptsächlich auf Deutschland (49 %) und Frankreich (13 %) und exportiert damit mehr in die beiden Nachbarländer als in den Rest der Welt.
  • Loyale Partner: Aufgrund ihrer geringen Grösse gehen Schweizer Softwareunternehmen vermehrt langjährige Partnerschaften mit grossen Plattformanbietern wie Microsoft, Apple und SAP ein. Obwohl solche Partnerschaften häufig als flüchtig und lose beschrieben werden, zeichnet der SSIS ein anderes Bild: In der Schweiz sind mehr als die Hälfte aller Partnerschaften älter als 10 Jahre. Jüngere Partnerschaften spiegeln eher den noch jungen Trend hin zu mobilen Applikationen wieder. Schweizerische Softwarepartner sind zudem äusserst loyal, 80 % planen bestehende Partnerschaften fortzuführen.
LinkSwiss Software Industry Survey (SSIS)
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