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Fachkräfte & Bildung

Qualifizierte Fachkräfte im Berufsfeld der Informations- und Kommunikationstechnologie 
Die ICT-Entwicklung ist im Bereich Bildungspolitik mit einer ganzen Reihe von Herausforderungen konfrontiert. Trotz einer grundsätzlich guten Ausgangslage in der Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik der Schweiz steht einem jährlichen Wachstum der ICT-Arbeitsplätze ein geringer Zugang von jungen Männern und Frauen in die Informatik gegenüber. Der Bedarf an Spezialisten in der Schweiz ist gross – auch aufgrund der Querschnittsfunktion und Schrittmacherrolle der Informations- und Kommunikationstechnologien. 
Um den Anschluss im Bereich MINT an die führenden Länder nicht zu verlieren, braucht die Schweiz qualifizierte Arbeitskräfte. Ein attraktives Bildungsangebot ist daher essentiell. 
Nicht zu unterschätzen ist auch die Bedeutung der ICT in der Allgemeinbildung, da die Anwendung von Informations- und Kommunikationstechnologien vom Bundesrat auch als Grundkompetenz Erwachsener im Rahmen des Bundesgesetzes über die Weiterbildung definiert worden ist. Wenn dabei die Voraussetzungen bereits in der Schule geschaffen werden, ist dies ein enormer Vorteil. 

Zum aktuellen Stand
Als Land ohne Rohstoffe ist die Bildung unsere wichtigste Ressource und bildet die Basis für Arbeit, Innovation, Forschung und Wohlstand. Das duale Bildungssystem ist weltweit einzigartig. Schweizweit wird jedoch derzeit ein markanter Leistungsabbau auf Kosten der Bildung auf allen Bildungsebenen geplant. Damit wird der Jugend die bestmögliche Ausbildung verwehrt und der Forschungs- und Wirtschaftsstandort gefährdet.

Auch der Fachkräftemangel in den MINT-Berufen gibt Anlass zur Sorge und sollte dazu anregen, über den Stellenwert der MINT-Fächer in Schulen und anderen Bildungszentren nachzudenken. Studien weisen darauf hin, dass das Interesse für die MINT-Fächer schon früh geweckt und gefördert werden muss. Die Umsetzung des Faches «Medien und Informatik» im Rahmen des Lehrplans 21 ist deshalb ein Muss. Eine gute ICT-Bildung ist eine absolute Notwendigkeit für eine erfolgreiche Zukunft unseres Landes.

«Das Schweizer Bildungswesen ist internationale Spitze. Dies wird so nur bleiben, wenn die Politik bereit ist, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen.»

Stand der Digitalisierung im Themenfeld Fachkräfte & BildungFortschritt der Digitalisierung im Themenfeld Fachkräfte & Bildung

15.03.201620.08.2017
digital.swiss, Alain  Gut

Themenverantwortlicher
Dr. Alain Gut

Präsident Kommission Bildung
ICTswitzerland

Messgrössen


Umsetzung Lehrplan 21 in der Primarschule

Umsetzung Lehrplan 21 auf Sekundarstufe I

Fachkräftemangel in der Schweiz

Zuwanderung im Berufsfeld ICT

Attraktivität einer ICT-Berufslehre

Attraktivität eines MINT-Studiums

Internetkompetenz

Umsetzung Lehrplan 21 in der Primarschule

Kinder und Jugendliche kommen bereits im frühen Alter mit Technologien in Berührung. Um deren Nutzung im digitalen Zeitalter zu fördern, sollen die grundlegenden Werkzeuge für den sicheren Umgang mit Technologien bereits in den Primarschulen beigebracht werden.

Berechnung: Gemessen wird der Anteil der Kantone, welche einen verbindlichen Lehrplan inklusive «Medien und Informatik» in der Primarschule beschlossen und veröffentlicht haben. Durch die drei zweisprachigen Kantone werden 29 Lehrpläne betrachtet, wobei bisher zwei Kantone einen verbindlichen Lehrplan inklusive «Medien und Informatik» eingeführt haben. Gewichtet wird die Messgrösse zu 8% (1/12). Ziel ist es, dass Medien- und Informatiktechnologien ein fester Bestandteil der Primarschulen in allen 26 Schweizer Kantonen sind. Akuter Handlungsbedarf besteht solange nicht mindestens die Hälfte der Deutschschweizer Kantone den Lehrplan 21 umgesetzt haben. Zudem bleibt ein Optimierungsbedarf, solange nicht mind. 1 lateinischer Kanton einen neuen Lehrplan mit «Medien und Informatik» eingeführt hat.

Datenquelle: Lehrplan 21

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01.10.201520.08.2017
Umsetzung Lehrplan 21 auf Sekundarstufe I

Kinder und Jugendliche kommen bereits im frühen Alter mit Technologien in Berührung. Um deren Nutzung im digitalen Zeitalter zu fördern, sollen die grundlegenden Werkzeuge für den sicheren Umgang mit Technologien in der Sekundarstufe I beigebracht werden.

Berechnung: Gemessen wird der Anteil der Kantone, welche einen verbindlichen Lehrplan inklusive «Medien und Informatik» in der Sekundarstufe I beschlossen und veröffentlicht haben. Durch die drei zweisprachigen Kantone werden 29 Lehrpläne betrachtet, wobei bisher ein Kanton einen verbindlichen Lehrplan inklusive «Medien und Informatik» eingeführt hat. Gewichtet wird die Messgrösse zu 8% (1/12). Ziel ist es, dass Medien- und Informatiktechnologien ein fester Bestandteil der Sekundarstufe I in allen 26 Schweizer Kantonen sind. Akuter Handlungsbedarf besteht solange nicht mindestens die Hälfte der Deutschschweizer Kantone den Lehrplan 21 umgesetzt haben. Zudem besteht Optimierungsbedarf, solange nicht mind. 1 lateinischer Kanton einen neuen Lehrplan mit «Medien und Informatik» eingeführt hat. 

Datenquelle: Lehrplan 21

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01.10.201520.08.2017
Fachkräftemangel in der Schweiz

Das ICT-Berufsfeld verändert sich aufgrund des Ersatzbedarfs (Pensionierungen, Abwanderung) und des Zusatzbedarfs (Wirtschaftswachstum, Strukturwandel) rasant. Die Verfügbarkeit von qualifizierten Erwerbspersonen im Bereich der ICT ist essentiell, um einem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Berechnung: Gemessen wird der Anteil an ICT qualifizierten Erwerbspersonen (131'800) im Vergleich zu beschäftigten Personen im ICT-Bereich (210'800). Ziel ist es, dass die Anzahl an ICT qualifizierte Erwerbspersonen mindestens der Anzahl an beschäftigten Personen entspricht. Bei einer Unterschreitung um 10% wird von einem Optimierungsbedarf ausgegangen, bei 20% und mehr von einem akuten Handlungsbedarf.

Datenquelle:

  • BFS SAKE. Berechnung: IWSB
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01.01.200320.08.2017
Zuwanderung im Berufsfeld ICT

Die Schweiz «produziert» genügend ICT-Fachkräfte, so dass nur noch eine CH-Durchschnittszuwanderung nötig ist. Ergo, Spezialisten sollen weiterhin in die Schweiz kommen und in «Knappheitssituationen» soll die Zuwanderung wieder eine normale Pufferfunktion einnehmen können.

Berechnung: Gemessen wird der Anteil der durchschnittlichen Zuwanderung der letzten fünf Jahre im Berufsfeld ICT (12.4%) im Vergleich zu allen Berufen (7.3%). Ziel ist es, dass die durchschnittliche Zuwanderung im Berufsfeld ICT maximal der durchschnittlichen Zuwanderung in allen Berufen entspricht. Akuter Handlungsbedarf besteht dann, wenn die Zuwanderung im Berufsfeld ICT um mind. 25% höher ausfällt als im CH-Durchschnitt. Ist die ICT-Zuwanderung um mind. 10% höher als der Durchschnitt über alle Berufe, wird von einem Optimierungsbedarf gesprochen.

Datenquelle: 

  • BFS SAKE, BFS VZ (bis 2000) Berechnung: IWSB
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01.01.199020.08.2017
Attraktivität einer ICT-Berufslehre

Mit der rasanten Entwicklung der Digitalisierung braucht die Wirtschaft einen grossen Pool an gut ausgebildeten jungen Leuten im ICT-Bereich. Die Messgrösse zeigt auf, wie attraktiv eine ICT-Berufslehre ist.

Berechnung: Gemessen wird der Anteil von ICT-Lernenden (7'492) an ICT-Beschäftigten (210'800) im Vergleich zum Anteil von Lernenden (221'383) an Beschäftigten (4'600'100) in allen Berufen. Gewichtet wird die Messgrösse zu 17% (1/6). Ziel ist es, dass der Anteil an ICT-Lernenden (3.6%) überdurchschnittlich (+10%) zum Anteil an Lernenden in allen Berufen (4.8%) ist. Optimierungsbedarf ist erreicht, sobald der gleiche Anteil wie über alle Berufe erreicht ist. Akuter Handlungsbedarf besteht dann, wenn der ICT-Wert mind. 10% tiefer ausfällt als der schweizweite Durchschnitt.

Datenquelle:

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01.01.201420.08.2017
Attraktivität eines MINT-Studiums

Mit der rasanten Entwicklung der Digitalisierung braucht die Wirtschaft einen genügenden Pool an hochqualifizierten jungen Leuten im Technologiebereich. Die Messgrösse zeigt auf, wie attraktiv ein MINT-Studium (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) an Universitäten und Fachhochschulen ist. 

Berechnung: Gemessen wird der Anteil an MINT-Absolventen in der Schweiz (aktuell: 32%). Ziel ist es, dass 40% der Absolventen von Universitäten und Fachhochschulen in einem MINT Fach abschliessen. Gewichtet wird die Messgrösse zu 17% (1/6). Deutschland als führendes EU-Land in Bezug auf den Anteil MINT-Absolventen wird als Richtwert für den Optimierungsbedarf herangezogen, der EU-Durchschnitt als Grenze zum akuten Handlungsbedarf.

Es handelt sich bei diesem Zielwert um eine qualitative Einschätzung, die vom Expertenteam definiert wird.

Datenquelle: 

  • CH Werte: BFS SHIS, EU-Werte: Eurostat
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01.01.201320.08.2017
Internetkompetenz

Die Kompetenzen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (E-Skills) sind heutzutage ein wesentliches Element des Qualifikationsniveaus der Bevölkerung eines Landes. Dies gilt insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Entwicklung in Richtung einer wissensbasierten Volkswirtschaft. Mit diesem Indikator wird die Nutzung der Internettools durch die Bevölkerung der Schweiz und der europäischen Länder gemessen. 

Berechnung: Gemessen wird, wie häufig die Schweizer bestimmte Internetaktivitäten bereits durchgeführt haben (Internetseite erstellen, Peer-to-Peer-Netzwerke nutzen, Internet-Telefonie, Soziale Netzwerke nutzen, E-Mails mit angehängter Datei versenden, Suchmaschine verwenden). Gewichtet wird die Messgrösse zu 17% (1/6). Ziel ist es, dass alle Befragten bereits mehr als fünf oder sechs Onlineaktivitäten durchgeführt haben. Optimierungsbedarf besteht, wenn im Schnitt jeder drei oder vier Onlineaktivitäten durchgeführt hat. Akuter Handlungsbedarf ist angezeigt, wenn im Schnitt jeder ein oder zwei Onlineaktivitäten durchgeführt hat.

Datenquelle:

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30.03.201220.08.2017
Bildungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit modernen Technologien

Bei den Bildungsmöglichkeiten wird die Zustimmung der Schweizer Bevölkerung zum Lehrangebot in Schulen und für Senioren untersucht:

  1. In der Schule sollten Kinder und Jugendliche die Grundlagen von den modernen Technologien lernen.
  2. In der Schule sollten Kinder und Jugendliche mehr zum Umgang mit modernen Technologien lernen.
  3. Für Senioren sollte es kostenfreie Kurse geben, wo die Nutzung und der Umgang mit modernen Technologien erklärt werden.

Die Ergebnisse resultieren aus der Bevölkerungsumfrage, die im Rahmen der Initiative digital.swiss durchgeführt wurde. Antworten wurden auf einer Skala von 1-5 (1=sehr zustimmend; 2=eher zustimmend; 3=unentschlossen; 4=eher nicht zustimmend; 5=überhaupt nicht zustimmend) gemessen.

Datenquelle: Bevölkerungsumfrage im Rahmen der Initiative digital.swiss

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Weitere Indikatoren

Die nachfolgenden Zahlen basieren nicht zwingend auf wissenschaftlichen Erhebungsmethoden und haben keinen Einfluss auf den Stand der Digitalisierung der Schweiz in diesem Themenfeld.

Bildungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit modernen Technologien

Bei den Bildungsmöglichkeiten wird die Zustimmung der Schweizer Bevölkerung zum Lehrangebot in Schulen und für Senioren untersucht:

  1. In der Schule sollten Kinder und Jugendliche die Grundlagen von den modernen Technologien lernen.
  2. In der Schule sollten Kinder und Jugendliche mehr zum Umgang mit modernen Technologien lernen.
  3. Für Senioren sollte es kostenfreie Kurse geben, wo die Nutzung und der Umgang mit modernen Technologien erklärt werden.

Die Ergebnisse resultieren aus der Bevölkerungsumfrage, die im Rahmen der Initiative digital.swiss durchgeführt wurde. Antworten wurden auf einer Skala von 1-5 (1=sehr zustimmend; 2=eher zustimmend; 3=unentschlossen; 4=eher nicht zustimmend; 5=überhaupt nicht zustimmend) gemessen.

Datenquelle: Bevölkerungsumfrage im Rahmen der Initiative digital.swiss

Expertenteam

digital.swiss, Ritz Toni Educa Ch 2011

Toni Ritz

Direktor
Schweizer Medieninstitut für Bildung und Kultur (educa.ch)

digital.swiss, Doebeli  Beat

Prof. Dr. Beat Döbeli Honegger

Professor, Institut für Medien und Schule
Pädagogische Hochschule Schwyz

digital.swiss, Stefan  Wolter

Prof. Dr. Stefan C. Wolter

Professor, Department Volkswirtschaftslehre, Forschungsstelle für Bildungsökonomie
Universität Bern

digital.swiss, Braun

Nils Braun-Dubler

Partner IWSB - Beauftragter Ökonom von ICTswitzerland
IWSB | Institut für Wirtschaftsstudien Basel AG

Dialog


tunErlebnisschauen - Für begeisterten Nachwuchs ab der 1. Klasse

Samuel Hofmann, zuletzt diskutiert am 1 Kommentare

Ausbildung

Beat Rüedi, zuletzt diskutiert am 0 Kommentare

Willkommen auf dem Themenfeld Fachkräfte und Bildung

Alain Gut, zuletzt diskutiert am 0 Kommentare

Aktuelle Projekte

tunAargau.ch - Ein Engagement zur Förderung qualifizierter Nachwuchskräfte

Den eigenen Namen auf dem 3D-Drucker ausdrucken, die erste eigene Website erstellen oder den Roboter so programmieren, dass er die richtige Strecke abfährt. Oder doch lieber eine Badebombe kneten und Wasser in der Streichholzschachtel kochen?

All das und vieles mehr können Kids von 6 - 13 Jahren an den tunErlebnisschauen (tunAargau.ch, tunBasel.ch, tunBern.ch, tunSolothurn.ch, tunOstschweiz.ch, tunZuerich.ch) ausprobieren.

Das nächste Mal vom 30. Oktober - 5. November 2017 im Reisezentrum in Windisch. Täglich von 09:00 - 17:00 Uhr offen für Neugierige.

Ganz unbewusst, spielerisch und ohne Druck haben die Kids so die Möglichkeit ihre Begeisterung für die MINT-Fächer zu wecken - die Basis für interessierte Fachkräfte von Morgen.

Eingeladen werden jeweils die Schulklassen aus der Region, da die tunErlebnisschauen eine ideale Unterrichtsergänzung für Lehrpersonen sind. Eine tun ist für alle - denn so manch ein Mami oder Papi taucht beim Tüfteln selbst wieder in diese faszinierende Welt ein.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Der Verein tunAargau.ch freut sich auf zahlreiche kleine und grosse Besucherinnen und Besucher, Aussteller und Supporter (welche die tunAargau.ch möglich machen)

Youtube Video Der kleine Erfinder  
LinkWebsite tunAargau.ch
LinkAussteller oder Supporter werden?  www.tunaargau.ch
LinkBericht der Aargauer Zeitung www.aargauerzeitung.ch 

Auch Geschäftsleitungen und Verwaltungsräte sind DIGITAL herausgefordert und müssen sich ausbilden

Die Executive-Search-Firma Roy C. Hitchman AG in Zürich hat zur Ausbildung von Geschäftsleitungen und Verwaltungsräten interessante Beiträge veröffentlicht.

Denkanstösse für VR und GLDownload
Digital herausgeforderte VerwaltungsräteDownload
Digitalisierung - Hitchman Experten-RoundtableDownload
Ergebnispräsentationen DigitalisierungDownload
mehr Projekte

Letzte Publikationen

ICT-Fachkräftesituation | Bedarfsprognose 2024

Trotz deutlich mehr Ausbildungsplätzen fehlen 25'000 ICT-Fachkräfte

Die Anzahl der Beschäftigten im Bereich der Informations‐ und Kommunikationstechnologie (ICT) nimmt weiterhin stark zu. Das ICT-Berufsfeld wächst doppelt so schnell wie das der Gesamtwirtschaft. Die aktuelle Studie des Berufsverbands ICT-Berufsbildung Schweiz prognostiziert bis ins Jahr 2024 einen Mangel an 25'000 ICT-Fachkräften. Bereits heute braucht es in praktisch allen Wirtschaftszweigen ICT-Fachkräfte. Wollen wir weiter erfolgreich sein, müssen wir weiterhin in die berufliche ICT-Grundausbildung sowie in die Weiterbildung investieren und sind auf hoch qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen.

Alle zwei Jahre erhebt ICT-Berufsbildung Schweiz den ICT-Fachkräftebedarf für die kommenden acht Jahre. Die aktuelle Studie bestätigt den Wachstumstrend: Die Zahl der ICT-Beschäftigten stieg seit 2013 um 13'000 auf 210'800 Personen. Bis ins Jahr 2024 wird mit zusätzlichen 24'000 Stellen gerechnet.

Grosse Nachfrage nach ICT-Führungskräften und Softwareentwicklern
Der Fachkräftebedarf erstreckt sich über nahezu alle ICT-Berufe. Besonders ausgeprägt ist die Nachfrage nach ICT-Führungskräften (5'100 Personen) und Softwareentwicklern (4'000 Personen). Dies zeigt auch ein Blick auf den Stellenmarkt: 48 Prozent der offenen ICT-Stellen sind im Bereich der Softwareentwicklung angesiedelt, gefolgt von 12 Prozent Datenbank- und Netzwerkspezialisten.

Überdurchschnittliches Wachstum hält an
Die anhaltende Frankenstärke sowie der Brexit wirken dämpfend auf das Wirtschaftswachstum der Schweiz. Auch der Wachstumstrend im ICT-Berufsfeld wurde etwas gedrosselt, bleibt aber weiterhin überdurchschnittlich. Aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung ist in den kommenden acht Jahren mit 24'000 zusätzliche ICT-Stellen zu rechnen. Infolge von Pensionierungen und sonstigen Abgängen wird die Wirtschaft zudem 74'700 zusätzliche ICT-Fachkräfte benötigen. Im Ergebnis geht die Studie davon aus, dass in acht Jahren 234'800 Personen im ICT-Berufsfeld beschäftigt sein werden und wir mit einem Fachkräftemangel von 25'000 Personen rechnen müssen.

Unsicherheitsfaktor Migrationspolitik
Die Zuwanderung und die zu erwartenden Eintritte ins Erwerbsleben von Neuabsolventen decken zwei Drittel des zusätzlichen Fachkräftebedarfs ab. Sollte die Initiative «Gegen Masseneinwanderung» mit einem strengen Einwanderungskontingent (40'000 Personen) umgesetzt werden, würde sich der zu erwartende Fachkräftemangel von 25'000 auf 35'000 Personen erhöhen. «Die Erhöhung der Drittstaatenkontingente ist wichtig, in diesem Zusammenhang aber nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Eine Bildungsoffensive auf allen Stufen ist absolut notwendig», so Christian Wasserfallen, Nationalrat und Vorstand von ICT-Berufsbildung Schweiz.

Drohender Wertschöpfungsverlust
Der Fachkräftemangel führt dazu, dass die gesamte Wirtschaft bei der Rekrutierung ihres ICT-Fachpersonals auf Quereinsteiger ausweichen muss, dass Aufgaben ins Ausland verlagert werden müssen und dass Wachstumschancen nicht genutzt werden können. Bereits heute leistet die ICT-Branche einen grösseren Wertschöpfungsbeitrag als die Pharma-, Detailhandels- oder Logistikbranche. Die Schweiz muss alles daran setzen, die hohe Wertschöpfung der ICT-Fachkräfte zu erhalten.

Berufliche Grundbildung als Schlüssel – 400 zusätzliche Lehrstellen pro Jahr
Die berufliche Grundbildung bildet das Fundament für ausreichend qualifizierte ICT-Fachkräfte. Sie erlaubt die rasche und praxisnahe Ausbildung von Fachpersonal durch die Unternehmen, dient als Zubringer für die höhere Berufsbildung und dank der hohen Quote der Berufsmaturanden auch für die Fachhochschulen. Seit 2010 konnte die Zahl der Lehrstellen von 7'200 auf fast 9'200 erhöht werden. Zudem wurden in den letzten Jahren bedarfsorientiert eidgenössische Berufsabschlüsse für die Nachqualifikation geschaffen; beispielsweise die Diplomprüfung für ICT-Manager. Die Abschlüsse werden von ICT-Berufsbildung Schweiz zusammen mit der Wirtschaft entwickelt und werden mit einem eidgenössischen Diplom des Bundes ausgezeichnet.

Die Fakten im Überblick:

  • 210'800 Personen sind im ICT-Berufsfeld tätig, das ist ein Zuwachs von 13'000 seit 2013.24'000 zusätzliche ICT-Stellen werden in den nächsten acht Jahren geschaffen.
  • 234'800 Personen werden im Jahr 2024 im ICT-Berufsfeld beschäftigt sein.
  • 74'700 ICT-Fachkräfte benötigt die Wirtschaft in den nächsten acht Jahren.
  • 25'000 Fachkräfte werden voraussichtlich fehlen (erwarteter Fachkräfte-Mangel); wenn die MEI streng umgesetzt wird, würden es 35'000 Personen sein, die zusätzlich ausgebildet werden müssten.
  • 400 Ausbildungsplätze pro Jahr wurden seit 2010 jährlich geschaffen.
  • 48 Prozent der offenen ICT-Stellen sind im Bereich der Softwareentwicklung angesiedelt.
Link zur StudieICT-Fachkräftesituation | Bedarfsprognose 2024
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