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Gesundheit

Mittels ICT zu neuen, vernetzten Angeboten im Gesundheitswesen
Die Digitalisierung und daraus resultierende Innovationen unterstützen die Verbesserung und steigern die Effizienz in der Gesundheitsversorgung. Die elektronische Aufnahme, Übermittlung, Verarbeitung und Interpretation von Gesundheitsdaten gewährt involvierten Gesundheitsdienstleistern mehr Transparenz zum Zustand des Patienten und den Behandlungsschritten. Damit wird eine engere Vernetzung der verschiedenen Leistungserbringer gefördert und die gesamtheitliche Betrachtung der Gesundheit der Patienten unterstützt. Die Digitalisierung trägt zu individuell abgestimmten Ansätzen in der Prävention, der Diagnostik, der Behandlung und der Rehabilitation bei. Die Sammlung und Bereitstellung der Gesundheitsdaten in einem geschützten Patientendossier ist ein zentrales Instrument für die Nutzung dieser Möglichkeiten.

Zum aktuellen Stand
Die Digitalisierung der Gesundheitsindustrie steht noch am Anfang. Obwohl der Umsatz mit digitalen Lösungen im Gesundheitsbereich wächst, schlagen sich die Nutzung und der Einsatz von eHealth Lösungen gerade in der Schweiz noch nicht in der Breite nieder. Jetzt müssen innovative Lösungen entwickelt und implementiert werden, welche für Anwender einen hohen Nutzen generieren. Unabdingbar sind der Schutz der persönlichen Daten und die klare Regelung der Zugriffsrechte.

«Es gibt noch viel Raum für digitale Lösungen, insbesondere im konkreten Einsatz.»

Stand der Digitalisierung im Themenfeld GesundheitFortschritt der Digitalisierung im Themenfeld Gesundheit

15.03.201621.11.2017
digital.swiss, Duemmler Patrick A

Themenverantwortlicher

Dr. Patrick Dümmler

Clustermanager
Health Tech Cluster Switzerland

Messgrössen


Umsatzentwicklung von Digital Health

Umsetzungsgrad Rahmenbedingungen auf Kantonsebene

Anteil elektronischer Überweisungen und Verschreibungen

Einstellung zum elektronischen Patientendossier

Umsatzentwicklung von Digital Health

Diese Messgrösse dient als Indikator für die Nachfrage nach Digital Health Produkten. Eine steigende Nachfrage nach Produkten oder Services im Segment Digital Health zeigt auf, ob sich die Branche weiterentwickelt und ein gutes Umfeld für Innovationen bietet.

Berechnung: 40 Unternehmen im Digital Health Bereich wurden bezüglich ihrer Umsatzentwicklung befragt. Die Antworten wurden mittels einer linearen Skala umgerechnet: Ein Umsatzrückgang entspricht einer Zielerreichung von 0%; keine Veränderung des Umsatzes entspricht 20% Zielerreichung, eine Erhöhung zwischen 0 und 15% wird mit einer Zielerreichung von 50% gleichgesetzt, eine Umsatzerhöhung von 15 oder mehr Prozent wurde mit 100% bewertet. 

Ziel ist es, dass die Umsatzsteigerung bei allen befragten Unternehmen gegenüber dem Vorjahr mehr als 15% beträgt.

Datenquelle: 

  • Befragte Unternehmen
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Umsetzungsgrad Rahmenbedingungen auf Kantonsebene

Ein entscheidender Faktor, damit die Voraussetzungen für eine flächendeckende Einführung eHealth Leistungen geschaffen werden und im Speziellen das Potenzial des ePatiendossiers voll ausgeschöpft werden kann, ist, dass die Kantone Rahmenbedingungen für die Einführung elektrischer Leistungen schaffen. Gemessen wird der Umsetzungsgrad eHealth Lösungen auf Kantonsebene.

Berechnung: Es wurden alle 26 Kantone befragt, ob ein Geschäftsmodell für die elektronische Kollaboration zwischen den Akteuren im Gesundheitswesen vorhanden ist, ob die Umsetzung von eHealth Lösungen geplant oder zumindest bereits eine Entscheidung getroffen wurde. Ziel ist, dass alle Kantone eHealth Leistungen zur Verfügung stellen.

Für Kantone, die noch kein Geschäftsmodell definiert haben, ist eine Zielerreichung von 0% definiert. Für Kantone, die bereits entschieden haben, ob sie die Einführung von eHealth Leistungen alleine oder mit bereits benannten Partnern angehen wollen, gilt eine Zielerreichung von 25%. Falls bereits mit der Umsetzung begonnen wurde, wurde das Ziel bereits zur Hälfte erreicht. Stellen die Kantone bereits elektronische Leistungen zur Verfügung, die von Patienten genutzt werden können, gilt volle Zielerreichung, welche mit 100 % bewertet wird. 

Akuter Handlungsbedarf besteht, solange weniger als der Durchschnitt der Kantone mit der Umsetzung von eHealth Angeboten begonnen hat. Hat im Durchschnitt jeder zweite Kanton ein entsprechendes Geschäftsmodell entwickelt und mit der Umsetzung begonnen, befinden wir uns auf gutem Wege, das heisst, im Bereich der Optimierung.

Datenquelle: 

  • Umfrage bei den Kantonen
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Anteil elektronischer Überweisungen und Verschreibungen

Elektronische Überweisungen und Verschreibungen ermöglichen eine Effizienzsteigerung und mehr Transparenz bei den Behandlungsschritten. Diese Messgrösse ist ein Indikator für den Grad der Nutzung eines digitalen Datenaustausches und integrierter Behandlungsprozesse.  

Berechnung: Zu Grunde liegt eine Umfrage der grossen Ärzte-Netzwerke, der grössten Spitäler und der Kliniknetze der Schweiz (basierend auf der Klassifikation des BAG). Gemessen wird der Anteil der Überweisungen und Verschreibungen, die bereits elektronisch durchgeführt werden. Die Abfrage ist in sechs Antwortklassen in jeweils 20% Schritten erfolgt (0%, 1-20%, …, 81-100%). Bei der Fragestellung wurde nicht unterschieden, ob es sich um eine externe oder interne Überweisungen oder Verschreibungen handelt. 

Die Messgrösse berechnet sich aus dem gleich gewichteten Durchschnitt der Überweisungen und Verschreibungen. Sofern durchschnittlich weniger Überweisungen und Verschreibungen als ein Anteil von 21-40% elektronisch getätigt werden, handelt es sich dabei um ein Nischenprodukt, und es besteht ein akuter Handlungsbedarf. Ab einer mehrheitlichen Umsetzung, ab 60%, wird von einem Optimierungsbedarf ausgegangen.

Datenquelle: 

  • Spitäler und Ärzte-Netzwerke 
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Einstellung zum elektronischen Patientendossier

Das elektronische Patientendossier unterstützt die gesamtheitliche Betrachtung der Gesundheit eines Patienten. Es entscheiden jeweils die Patientinnen und Patienten selbst, ob sie ein solches nutzen wollen. Gemessen wird Attraktivität und Akzeptanz des elektronischen Patientendossiers anhand dem Anteil der Bevölkerung, welche deren Nutzung weiterempfehlen würden. 

Berechnung: Die Ergebnisse resultieren aus der Bevölkerungsumfrage, die im Rahmen der Initiative digital.swiss durchgeführt wurde. Befragt wurden alle Teilnehmer, unabhängig davon, ob sie selbst ein Patientendossier nutzen. Antworten wurden auf einer Skala von 1-5 (1=ja, unbedingt; 2=eher ja; 3=weder noch; 4=eher nein; 5=nein, sicher nicht) gemessen.

Akuter Handlungsbedarf besteht, solange die Befragten im Durchschnitt nicht wenigstens indifferent bezüglich der Empfehlung eines elektronischen Patientendossiers sind (50%). Falls die Befragten im Durchschnitt die Nutzung eher Weiterempfehlen würden (75%), wird von dies als eine positive Einstellung gegenüber der Speicherung elektronischer Gesundheitsdaten interpretiert, und man befindet sich im Bereich der Optimierung. 

Datenquelle:

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01.03.201621.11.2017
Anzahl Startups im Bereich Digital Health

Startups stehen für die Innovationskraft einer Branche. Deren Anzahl ist ein Indikator für neue Opportunitäten, um in Zukunft Umsätze im Bereich Digital Health zu machen. 

Berechnung: Es wurde ausgezählt, wieviele ICT Health Unternehmen, auf der Plattform startups.ch eingetragen und nicht älter als fünf Jahre sind. Die Erhebung wurde mit Resultaten aus eigener Recherche ergänzt. Es wurde kein Zielwert für diesen Indikator definiert.

Die jährliche Erhöhung der Anzahl Startups im Bereich Digital Health wird als positiv gewertet. Der Indikator wird zwar ausgewiesen, fliesst aber nicht in den Gesamtindikator des Themenfeldes ein

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Anteil Personen, die ein elektronisches Patientendossier nutzen

Ein elektronisches Patientendossier unterstützt die gesamtheitliche Betrachtung der Gesundheit eines Patienten. Es entscheiden jeweils die Patientinnen und Patienten, ob sie ein elektronisches Patientendossier nutzen wollen. Die Messgrösse ist ein Indikator für den Grad der Nutzung des Patientendossiers.

Berechnung: Die Ergebnisse resultieren aus der Bevölkerungsumfrage, die im Rahmen der Initiative digital.swiss durchgeführt wurde. Die Teilnehmer wurden befragt, wie häufig sie selber ein elektronisches Patientendossier nutzen. Antworten wurden auf einer Skala von 1-5 (1=regelmässig, 2=ab und zu; 3=selten; 4=nie; 5=weiss nicht; 6=keine Angabe) gemessen. Der Wert der Messgrösse summiert die Antworten von 1, 2 und 3. Aufgrund der offenen Fragestellung ist zu erwarten, dass ein Teil der Antworten sich auf elektronische Krankenkassen-Dossiers bezieht.

Ziel ist es, dass die gesamte Bevölkerung der Schweiz das Patientendossier nutzt. Der Indikator wird bereits im Themenfeld Gesellschaft und Verhalten berücksichtigt und fliesst deshalb nicht in den Gesamtindex des Themenfeldes Gesundheit ein.

Datenquelle: 

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Weitere Indikatoren

Die nachfolgenden Zahlen basieren nicht zwingend auf wissenschaftlichen Erhebungsmethoden und haben keinen Einfluss auf den Stand der Digitalisierung der Schweiz in diesem Themenfeld.

Anzahl Startups im Bereich Digital Health

Startups stehen für die Innovationskraft einer Branche. Deren Anzahl ist ein Indikator für neue Opportunitäten, um in Zukunft Umsätze im Bereich Digital Health zu machen. 

Berechnung: Es wurde ausgezählt, wieviele ICT Health Unternehmen, auf der Plattform startups.ch eingetragen und nicht älter als fünf Jahre sind. Die Erhebung wurde mit Resultaten aus eigener Recherche ergänzt. Es wurde kein Zielwert für diesen Indikator definiert.

Die jährliche Erhöhung der Anzahl Startups im Bereich Digital Health wird als positiv gewertet. Der Indikator wird zwar ausgewiesen, fliesst aber nicht in den Gesamtindikator des Themenfeldes ein

35 Startups in Digital Health

Anteil Personen, die ein elektronisches Patientendossier nutzen

Ein elektronisches Patientendossier unterstützt die gesamtheitliche Betrachtung der Gesundheit eines Patienten. Es entscheiden jeweils die Patientinnen und Patienten, ob sie ein elektronisches Patientendossier nutzen wollen. Die Messgrösse ist ein Indikator für den Grad der Nutzung des Patientendossiers.

Berechnung: Die Ergebnisse resultieren aus der Bevölkerungsumfrage, die im Rahmen der Initiative digital.swiss durchgeführt wurde. Die Teilnehmer wurden befragt, wie häufig sie selber ein elektronisches Patientendossier nutzen. Antworten wurden auf einer Skala von 1-5 (1=regelmässig, 2=ab und zu; 3=selten; 4=nie; 5=weiss nicht; 6=keine Angabe) gemessen. Der Wert der Messgrösse summiert die Antworten von 1, 2 und 3. Aufgrund der offenen Fragestellung ist zu erwarten, dass ein Teil der Antworten sich auf elektronische Krankenkassen-Dossiers bezieht.

Ziel ist es, dass die gesamte Bevölkerung der Schweiz das Patientendossier nutzt. Der Indikator wird bereits im Themenfeld Gesellschaft und Verhalten berücksichtigt und fliesst deshalb nicht in den Gesamtindex des Themenfeldes Gesundheit ein.

Datenquelle: 

10% Anteil Personen die ein elektronisches Patientendossier nutzen

Expertenteam

digital.swiss, Andy  Fischer  Medgate  Photo

Dr. med. Andy Fischer

CEO
Medgate

digital.swiss, Gregor Emch

Gregor Emch

Experte Digital Health
Accenture AG

digital.swiss, Felber Herbert

Herbert Felber

Leitung ICT- PSP
Privatklinikgruppe Hirslanden

digital.swiss, Peter Fischer

Dr. Peter E. Fischer

Leiter Kompetenzzentrum Informationssicherheit
Hochschule Luzern

digital.swiss, Peter  Meyer

Dr. Peter Meyer

Präsident
MIT Group

digital.swiss, Matthias  Sembach

Dr. Matthias Sembach

Leiter Open Innovation
Sanitas Krankenversicherung

digital.swiss, Thomann

Mario Thomann

CEO
ABILITY Switzerland AG

digital.swiss, Willhalm 00106598

René K. Willhalm

Leiter med. Prozesse
Universitätsspital Basel

Dialog


Aktuelle Projekte

Letzte Publikationen

Digital Index Switzerland 2016 - Road to RODI: A framework to drive Return On Digital Investment

Due to the growing importance of digitalization for consumers and companies in Switzerland, Google and Accenture decided to collaborate to ensure a holistic expert view on Swiss companies’ digital readiness. Based on publicly available information only, they investigated the digital maturity and mobile readiness for 100 of Switzerland’s biggest companies. This investigation revealed that, on average, Swiss companies do not prioritize digital initiatives applying outcome-based assessments of value creation potential and customer needs. Therefore, Accenture and Google created a framework based on cross-industry best practice examples that intends to support Switzerland’s companies in driving value creation through digital initiatives.

LinkDigital Index Switzerland 2016

Swiss eHealth Barometer zeigt den aktuellen Stand und die Entwicklung von eHealth in der Schweiz

Seit 2010 zeigt das Swiss eHealth Barometer jährlich den aktuellen Stand und die Entwicklung von eHealth in der Schweiz auf. Innerhalb der letzten zwölf Monate haben die elektronische Aufzeichnung von Gesundheitsdaten und der routinemässige interne Austausch solcher Daten zugenommen. 

Im Vorjahr zeigten die verschiedenen Indikatoren trotz verbreitetem Einsatz von IT im Gesundheitswesen noch eine wenig systematische Vernetzung von Spitälern, Alters- und Pflegeheimen, Ärzteschaft oder Apotheken. Die Vernetzung innerhalb der eigenen Gesundheitsorganisation ist innerhalb der letzten zwölf Monate angestiegen. Am stärksten intern vernetzt sind dabei Spitäler und Ärztinnen und Ärzte. Der Empfang vom Daten von ausserhalb der eigenen Institution und der Austausch von Daten mit externen Akteuren findet dagegen weniger routinemässig statt und hat sich gegenüber dem Vorjahr nur wenig entwickelt.

Mehr Infos und Studienergebnisse auf infosocietydays.ch

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