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Internationale Wettbewerbsfähigkeit

ICT als Standortfaktor, als Exportgut und als Querschnittsfunktion für einen digitalen Spitzenplatz im internationalen Wettbewerbsdruck 
Die Produktion, die Anwendung und auch der Export des ICT Sektors sind wesentliche Elemente zur Steigerung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Landes. ICT gilt als eine Querschnitttechnologie, die nach und nach sämtliche Lebensbereiche durchdringt. Hochentwickelte Informations- und Kommunikationstechnologien sind ein bedeutender Standortfaktor. Sie steigern die Effizienz der Gesamtwirtschaft und sind ein wichtiges Exportgut, um die Schweiz als «digital economy» im weltweiten Vergleich vorwärts zu bringen. 

Zum aktuellen Stand 
Die Schweiz schneidet in internationalen Wettbewerbs- und Innovationsstudien jeweils gut bis sehr gut ab. Auch in den aufgeführten ICT Studien ist die Schweiz gut positioniert. Angetrieben wird dies von den folgenden Faktoren:

  • Globale Spitzentalente, Top-Hochschulen, lebhafte Spin-Off-Kultur: Die Schweiz verfügt dank den Computer Science Departmenten der ETH Zürich und der EPF Lausanne, die zu den weltweit besten gehören, über einen beträchtlichen Talentpool (ETH Platz 15, EPFL Platz 34 gemäss Shanghai Ranking 2014). An die 2‘000 Informatikstudenten sind eingeschrieben. 43% aller ICT-Angestellten in der Schweiz haben einen Hochschulabschluss. An den Hochschulen und anderswo gründen nicht nur ehemalige Studenten Spin-Offs und Start-Ups. Venture Capital Investitionen in Schweizer High-Tech Firmen wachsen jährlich und erreichten 2015 mit 450 Mio. CHF einen neuen Höchstwert (2015 Venture Capital Report). 
  • Starke Innovationsfähigkeit im internationalen Vergleich: Obwohl die Schweiz nur 0.1% der globalen Bevölkerung ausmacht, werden 4.8% der Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen hier getätigt. 2015 meldete die Schweiz europaweit die meisten Patente pro Einwohner an. 
  • Starke internationale Vernetzung, globale Top-Player: Die Schweiz ist eines der international am engsten vernetzten Länder der Welt – mit 1.2% des weltweiten Exportvolumens und 4.3% der weltweiten Direktinvestitionen. So erwirtschaften auch Schweizer ICT-Unternehmen rund 17% ihres Umsatzes durch den Export. Und so siedeln sich auch internationale Top-Player in der Schweiz an, um von der Innovationskraft und der hohen Lebensqualität zu profitieren, die ihre Talente sich wünschen – Google und die Walt Disney Company seien als nur zwei Beispiele genannt.

Stand der Digitalisierung im Themenfeld Internationale WettbewerbsfähigkeitFortschritt der Digitalisierung im Themenfeld Internationale Wettbewerbsfähigkeit

01.01.201224.06.2017
digital.swiss, Tobler  Sandra

Sandra Tobler

Swiss Business Hub USA

Messgrössen


100% - 75% 74% - 45% 44% - 0%

Innovationskraft der Schweizer Wirtschaft

ICT Reifegrad

Globale Wettbewerbsfähigkeit

Innovationskraft der Schweizer Wirtschaft

Eine etablierte Innovationskultur ist entscheidend, um die Schweiz als „digital economy“ im internationalen Vergleich voranzubringen. Die Innovationskraft ist ein Indikator, der auf folgenden Studien basiert:

1. Global Innovation Index (GII): zeigt auf, wie stark ein Land ein innovatives Umfeld begünstigt und wie gross der innovative Output dessen Volkswirtschaft ist. Als Basis für den Index dienen rund 80 Indikatoren, welche über den traditionellen Ansatz hinausgehen und Innovation ganzheitlich erfassen soll. Die Studie wird von WIPO, Cornell University und INSEAD jährlich publiziert.
2. Innovation Union Scoreboard: ermöglicht es der EU, die wissenschaftliche und innovative Leistungsfähigkeit seiner Mitgliedsstaaten einheitlich zu beurteilen. Gemessen werden Indikatoren, welche in die drei Bereiche „Enablers“, „Firmenaktivitäten“ und „Output“ aufgeteilt sind. Die Schweiz wird im Rahmen eines über-europäischen Vergleichs ebenfalls beurteilt.

Berechnung: 
Das Ergebnis der Schweiz aus dem GII (68.3) wird ins Verhältnis zur maximal erreichbaren Innovationsleistung (100) gesetzt. Ziel sind optimale Voraussetzungen für die Innovationsfähigkeit der Schweiz.
Das Ergebnis der Schweiz aus dem Innovation Union Scoreboard (0.8) wird ins Verhältnis zu der maximal erreichbaren Innovationsleistung (1) gesetzt. Ziel ist eine maximal innovative Leistungsfähigkeit der Schweiz.
Beide Werte fliessen gleich gewichtet in die Bewertung ein.

Datenquelle:
Global Innovation Index 2015
Innovation Union Scoreboard 2015


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01.01.201124.06.2017
ICT Reifegrad

ICT durchdringt sämtliche Lebensbereiche, in denen es hochentwickelte Technologien profitabel zu nutzen gilt. Inwiefern die Schweizer Wirtschaft dies umsetzt, wird basierend auf folgende Studien gemessen: 

1. Networked Readiness Index (NRI): beurteilt, wie stark ein Land von den Informations- und Kommunikationstechnologien für die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und des Wohlbefindens profitieren kann. Der Index wird jährlich in Zusammenarbeit mit INSEAD im Rahmen des Global Information Technology Report publiziert.
2. ICT Development Index (IDI): basiert auf international vereinbarten Indikatoren, welche den Zugang, die Nutzung und die Kompetenzen im Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien eines Landes messen. Der Index wird jährlich von der Internationalen Fernmeldeunion (ITU), einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen, publiziert.

Berechnung: 
Das Ergebnis der Schweiz aus dem NRI (5.7) wird ins Verhältnis zu dem maximal erreichbaren Wert (7) gesetzt. Ziel ist es, dass die Schweiz vollständig von Informations- und Kommunikationstechnologien für die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und des Wohlbefindens profitiert.
Das Ergebnis der Schweiz aus dem IDI (8.6) wird ins Verhältnis zu dem maximal erreichbaren Wert (10) gesetzt. Ziel sind optimaler Zugang, Nutzung und Kompetenzen im Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien in der Schweiz.
Beide Werte fliessen gleich gewichtet in die Bewertung ein.

Datenquelle:
Global Information Technology Report 2015, World Economic Forum
Global Information Society Report 2015, International Telecommunication Union (ITU) 


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01.01.201024.06.2017
Globale Wettbewerbsfähigkeit

Der Umgang mit digitalen Technologien ist eine Grundvoraussetzung für ein Land, um wettbewerbsfähig im internationalen Vergleich aufzutreten. Die Effizienz der Gesamtwirtschaft der Schweiz basiert auf folgenden Studien:

1. Global Competitiveness Index: basiert auf Indikatoren, welche sowohl die makroökonomischen als auch die mikroökonomischen Aspekte der Wettbewerbsfähigkeit eines Landes bewerten. Der Index wird im Rahmen des jährlich erscheinenden Global Competitiveness Report (GCR) des World Economic Forum (WEF) publiziert und soll aufzeigen, wie sehr ein Land den wirtschaftlichen Wohlstand seiner Bevölkerung begünstigt.
2. World Competitiveness Scoreboard: vergleicht die Wettbewerbsfähigkeit von über 60 Ländern anhand von mehr als 300 Kriterien (zwei Drittel davon sind Kennzahlen und ein Drittel sind Umfragedaten). Das Scoreboard wird jährlich im Rahmen des World Competitiveness Yearbook vom International Institute for Management Development (IMD) publiziert.

Berechnung: 
Das Ergebnis der Schweiz (5.8) aus dem Global Competitiveness Index wird ins Verhältnis zum maximal erreichbaren Wert (7) gesetzt. Ziel ist eine ausgezeichnete Begünstigung des wirtschaftlichen Wohlstandes der Schweizer Bevölkerung.
Das Ergebnis der Schweiz aus dem World Competitiveness Scoreboard (91.9) wird ins Verhältnis zum Wert des besten Landes (100) gesetzt. 
Beide Werte fliessen gleich gewichtet in die Bewertung ein.

Datenquelle:
Global Competitiveness Report 2015-2016, World Economic Forum (WEF)
World Competitiveness Scoreboard 2015, IMD WORLD COMPETITIVENESS CENTER


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01.01.201024.06.2017

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Aktuelle Projekte

Letzte Publikationen

Swiss Software Industry Survey (SSIS) 2016

Der jährlich von der Universität Bern durchgeführte SSIS informiert über die Entwicklungen der Schweizer Softwarebranche. Der Themenfokus lag im Untersuchungsjahr 2015 auf der Internationalisierung.

  • Profitabilität, Investitionen und Wachstumserwartungen auf hohem Niveau, aber abnehmend:
    Die Schweizer Softwarebranche bleibt mit einer durchschnittlichen EBIT-Marge von 7.5% profitabel, trotz einer Abnahme gegenüber dem Vorjahr (2014: 8.5%). Die Wachstumsaussichten für 2016 werden ebenfalls – wenn auch etwas gedämpfte – positiv beurteilt: Im Durchschnitt erwarten Softwareunternehmen ein Umsatzwachstum von 5% (2014: 12%). Dieses Bild schlägt sich auch in den Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie im erwarteten Mitarbeiterwachstum nieder: Durchschnittlich bringen Schweizer Softwareunternehmen 12% ihres Umsatzes für zukunftsorientierte Investitionen auf (2014: 14%). Sollte im vorangegangen Jahr die Belegschaft noch um 12% erweitert werden, planen die Unter¬nehmen der Softwarebranche ihre Belegschaft im 2016 noch um 8.5% auszuweiten.
  • Fast zwei Drittel der Exportumsätze werden in Deutschland erzielt: 
    2015 erwirtschaftet die Schweizer Softwarebranche lediglich 12% ihrer Umsätze im Ausland. 62% dieser Exporte erfolgen nach Deutschland. Standardsoftwarehersteller sind mit ihren Internationalisierungsvorhaben zufriedener als Hersteller von Individualsoftware, was auf Abweichungen in den Internationalisierungsstrategien und die Art des Markteintritts zurückgeführt werden kann.
Link zur StudieSwiss Software Industry Survey (SSIS)
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ICT-Aussenhandelsstudie 2015

Der Handel mit ICT-Produkten ist ein wichtiger Wachstumstreiber der Schweizer Wirtschaft. Die Wettbewerbsfähigkeit aber auch die Innovationskraft der Schweizer Firmen spiegeln sich in deren Fähigkeit ihre Produkte auf dem internationalen Markt zu verkaufen. In den letzten Jahren zeigte sich, dass die Schweizer Unternehmen insbesondere bei den ICT-Dienstleistungen beträchtlichen Zuwachs verzeichnen konnten. 

Zum aktuellen Stand:
Im Jahr 2015 exportierte die Schweiz ICT-Güter und -Dienstleistungen im Wert von über 19.5 Mrd. CHF. Während die Schweizer Volkswirtschaft insgesamt drei Viertel der Exporte mit Gütern erwirtschaftet und ein Viertel mit Dienstleistungen, so präsentiert sich das Bild in der ICT umgekehrt. 67 Prozent des Exportvolumens (13.1 Mrd. CHF) werden mit Dienstleistungen erwirtschaftet. Und besonders im Dienstleistungsbereich ist gegenüber den Vorjahren ein grosser Anstieg zu verzeichnen (2013: +7 Prozent, 2014: +27 Pro-zent, 2015: +2 Prozent).
Hinter Finanzdiensten, Lizenzgebühren, Tourismus und Geschäftsdiensten stellen die ICT-Exporte die fünft-wichtigste Dienstleistungsgruppe dar. Innerhalb der ICT ist der Handel mit Computerdiensten von substan-tieller Bedeutung (9.0 Mrd. Franken), des Weiteren gehören noch Telekommunikationsdienste (2.4 Mrd. Franken) und Informationsdienste (1.7 Mrd. Franken) zur ICT-Dienstleistungskategorie. Der ICT-Güterexport ist im Vergleich zu den ICT-Dienstleistungen nicht nur weniger dynamisch, sondern auch seit Jahren rück-läufig (2010: 7.3 Mrd. Franken; 2015: 6.4 Mrd. Franken).
Wertmässig erfolgen 62 Prozent aller ICT-Dienstleistungsexporte in die EU, danach folgt Amerika mit 24 Prozent und Asien mit 10 Prozent Exportanteil. Innerhalb von Europa ist neben den grossen Nachbarländern Deutschland (2.6 Mrd. CHF) und Frankreich (0.9 Mrd. CHF), vor allem Grossbritannien (1.5 Mrd. CHF) bedeutsam. 
Der Nettoexport (Export minus Import) ist bei den ICT-Gütern negativ (-5.7 Mrd. CHF). Bei den ICT-Dienstleistungen ist die Handelsbilanz mittlerweile fast ausgeglichen (-0.2 Mrd. CHF). Das grosse Wachstum der ICT-Dienstleistungsexporte von rund 3 Mrd. CHF seit 2013 ist vor allem der Nachfrage aus Europa zu verdanken, wodurch das Dienstleistungsbilanzdefizit mit Europa seit 2014 verschwunden ist.

Link zur StudieICT-Aussenhandelsstudie
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