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Internationale Wettbewerbsfähigkeit

ICT als Standortfaktor, als Exportgut und als Querschnittsfunktion für einen digitalen Spitzenplatz im internationalen Wettbewerbsdruck
Die Produktion, die Anwendung und auch der Export des ICT Sektors sind wesentliche Elemente zur Steigerung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Landes. ICT gilt als eine Querschnitttechnologie, die nach und nach sämtliche Lebensbereiche durchdringt. Hochentwickelte Informations- und Kommunikationstechnologien sind ein bedeutender Standortfaktor. Sie steigern die Effizienz der Gesamtwirtschaft und sind ein wichtiges Exportgut, um die Schweiz als «digital economy» im weltweiten Vergleich vorwärts zu bringen.

Zum aktuellen Stand 
Die Schweiz schneidet in internationalen Wettbewerbs- und Innovationsstudien jeweils gut bis sehr gut ab. Auch in den aufgeführten ICT Studien ist die Schweiz gut positioniert. Angetrieben wird dies von den folgenden Faktoren:

  • Globale Spitzentalente, Top-Hochschulen, lebhafte Spin-Off-Kultur: Die Schweiz verfügt dank den Computer Science Departementen der ETH Zürich und der EPF Lausanne, die zu den weltweit besten gehören, mit fast 2‘000 eingeschriebenen Informatikstudenten über einen beträchtlichen Talentpool (ETH Platz 19, EPFL Platz 92 gemäss Shanghai Ranking 2016). 43% aller ICT-Angestellten in der Schweiz haben einen Hochschulabschluss. An den Hochschulen und anderswo gründen nicht nur ehemalige Studenten Spin-offs und Start-ups. Venture Capital Investitionen in Schweizer ICT Firmen wachsen jährlich und erreichten 2016 mit 271 Mio. CHF (ohne Medtech investition Mind Maze) einen neuen Höchstwert (2017 Swiss Venture Capital Report).
  • Starke internationale Vernetzung, globale Top-Player: Die Schweiz ist eines der international am besten vernetzten Länder der Welt – mit 1.2% des weltweiten Exportvolumens und 4.3% der weltweiten Direktinvestitionen. So siedeln sich auch internationale Top-Player in der Schweiz an, um von der Innovationskraft und der hohen Lebensqualität zu profitieren – wie beispielsweise Google und die Walt Disney Company. In anderen Themenbereichen hat die Schweiz im internationalen Vergleich noch Nachholbedarf. Firmengründungen sind beispielsweise in der Schweiz noch sehr aufwändig und zeitintensiv. Und obwohl Investitionen in ICT-Firmen stetig zunehmen, ist die Aufnahme von Wachstumskapital für Schweizer Unternehmen immer noch relativ schwierig. Daher sind Firmen oftmals gezwungen, grössere Kapitalrunden im Ausland abzuschliessen. Des Weiteren kämpfen Schweizer ICT-Firmen mit Hürden in der Migrationspolitik und den damit verbundenen Schwierigkeiten, qualifizierte und gefragte ICT Fachspezialisten anzustellen, die hierzulande nicht gefunden werden können. Die Drittstaatenquoten für IT Fachkräfte aus Ländern wie den USA, Israel oder Indien, werden jedes Jahr in den grossen Industriestandorten früh ausgeschöpft. Andererseits machen es Hürden was marktgerechte Saläre anbelangt für beispielsweise Startup Unternehmen schwierig IT Fachkräfte aus dem Schengen Raum in den grossen Wirtschaftsstandorten anzustellen.

Stand der Digitalisierung im Themenfeld Internationale WettbewerbsfähigkeitFortschritt der Digitalisierung im Themenfeld Internationale Wettbewerbsfähigkeit

15.03.201620.08.2017
digital.swiss, Tobler  Sandra

Themenverantwortliche

Sandra Tobler

Co-founder
Futurae Technologies AG

Messgrössen


Innovationskraft der Schweizer Wirtschaft

ICT-Reifegrad

Globale Wettbewerbsfähigkeit

Innovationskraft der Schweizer Wirtschaft

Eine etablierte Innovationskultur ist entscheidend, um die Schweiz als „digital economy“ im internationalen Vergleich voranzubringen. Die Innovationskraft ist ein Indikator, der auf folgenden Studien basiert:

  1. Global Innovation Index (GII): zeigt auf, wie stark ein Land ein innovatives Umfeld begünstigt und wie gross der innovative Output dessen Volkswirtschaft ist. Als Basis für den Index dienen rund 80 Indikatoren, welche über den traditionellen Ansatz hinausgehen und Innovation ganzheitlich erfassen sollen. Die Studie wird jährlich von WIPO, Cornell University und INSEAD publiziert.
  2. European Innovation Scoreboard (EIS): ermöglicht der EU, die wissenschaftliche und innovative Leistungsfähigkeit seiner Mitgliedsstaaten einheitlich zu beurteilen. Gemessen werden Indikatoren, welche den drei Bereichen „Enablers“, „Firmenaktivitäten“ und „Output“ zugeordnet sind. Die Schweiz wird im Rahmen eines Vergleichs über die EU hinaus ebenfalls beurteilt.

Berechnung: 
Das Ergebnis der Schweiz aus dem GII und des EIS wird ins Verhältnis zum Maximalwert des Rankings gesetzt. Ziel sind optimale Voraussetzungen für die Innovationsfähigkeit der Schweiz. Als Referenz für die Grenze zum Optimierungsbedarf wird Deutschland herangezogen und für Grenze zum akuten Handlungsbedarf Frankreich (GII) bzw. der Durchschnitt der EU (EIS). Beide Werte fliessen in gleicher Gewichtung in die Bewertung ein.

Datenquelle:

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01.01.201320.08.2017
ICT-Reifegrad

ICT durchdringt sämtliche Lebensbereiche, in denen es hochentwickelte Technologien profitabel zu nutzen gilt. Inwiefern die Schweizer Wirtschaft dies umsetzt, wird basierend auf folgenden Studien gemessen: 

  1. Network Readiness Index (NRI): beurteilt, wie stark ein Land von den Informations- und Kommunikationstechnologien zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und des Wohlbefindens profitieren kann. Der Index wird jährlich in Zusammenarbeit mit INSEAD im Rahmen des Global Information Technology Report publiziert.
  2. ICT Development Index (IDI): basiert auf international vereinbarten Indikatoren, welche den Zugang, die Nutzung und die Kompetenzen eines Landes im Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien messen. Der Index wird jährlich von der Internationalen Fernmeldeunion (ITU), einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen, publiziert.

Berechnung: 
Das Ergebnis der Schweiz aus dem NRI (5.8) wird ins Verhältnis zum maximal erreichbaren Wert (7) gesetzt. Ziel ist es, dass die Schweiz vollständig von Informations- und Kommunikationstechnologien zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und des Wohlbefindens profitiert. 

Das Ergebnis der Schweiz aus dem IDI (8.68) wird ins Verhältnis zum maximal erreichbaren Wert (10) gesetzt. Ziele sind ein optimaler Zugang, optimale Nutzung und hohe Kompetenzen im Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien in der Schweiz.

Als Grenze zum akuten Handlungsbedarf wird Frankreich als Referenz verwendet und der Optimierungsbedarf beginnt mit dem Indexwert von Deutschland. Beide Werte fliessen gleich gewichtet in die Bewertung ein.

Datenquelle:

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01.01.201520.08.2017
Globale Wettbewerbsfähigkeit

Die Nutzung von digitalen Technologien ist eine Grundvoraussetzung, damit sich ein Land im internationalen Wettbewerb behaupten kann. Die Effizienz der Schweizer Gesamtwirtschaft basiert auf folgenden Studien:

  1. Global Competitiveness Index: basiert auf Indikatoren, welche sowohl die makroökonomischen als auch die mikroökonomischen Aspekte der Wettbewerbsfähigkeit eines Landes bewerten. Der Index wird im Rahmen des jährlich erscheinenden Global Competitiveness Report (GCR) des World Economic Forum (WEF) publiziert und soll aufzeigen, wie sehr ein Land den wirtschaftlichen Wohlstand seiner Bevölkerung begünstigt.
  2. World Competitiveness Scoreboard: vergleicht die Wettbewerbsfähigkeit von über 60 Ländern anhand von mehr als 300 Kriterien (zwei Drittel davon sind Kennzahlen und ein Drittel sind Umfragedaten). Das Scoreboard wird jährlich im Rahmen des World Competitiveness Yearbook vom International Institute for Management Development (IMD) publiziert.

Berechnung: 
Das Ergebnis der Schweiz (5.81) aus dem Global Competitiveness Index wird ins Verhältnis zum maximal erreichbaren Wert (7) gesetzt. Ziel ist eine ausgezeichnete Begünstigung des wirtschaftlichen Wohlstandes der Schweizer Bevölkerung.
Das Ergebnis der Schweiz aus dem World Competitiveness Scoreboard (98) wird ins Verhältnis zum Maximum (100) gesetzt.Als Grenze zum akuten Handlungsbedarf wird Frankreich als Referenz verwendet und der Optimierungsbedarf beginnt mit dem Indexwert von Deutschland. Beide Werte fliessen gleich gewichtet in die Bewertung ein.

Datenquelle:

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01.01.201420.08.2017

Dialog


Aktuelle Projekte

Schweizer holt Bronze an der europäischen Wissenschafts-Olympiade für Informatik

Nicolas Camenisch (Kantonsschule Wettingen, AG) aus Oberwil-Lieli hat an der CEOI 2017 in Slowenien eine Bronzemedaille errungen. In der Schlussrangliste liegt er mit 325 von möglichen 600 Punkten auf dem 28. Rang von insgesamt 58 Teilnehmern. Ein weiteres sehr beachtliches Resultat erlangte Fabian Haller (Neue Kantonsschule Aarau, AG) aus Aarau, der es mit 300 auf den 31. Rang schaffte und somit bester Teilnehmer ohne Medaille wurde.
Mit dabei waren ausserdem die Mittelschüler Elias Boschung (Collège St. Michel, FR) aus Düdingen und Bibin Muttappillil (Gymnasium Oberwil, BL) aus Alschwil. Obwohl die beiden keine Medaille holen konnten, genossen auch sie die Woche sehr.

LinkSchweizer Informatikolympiade
BildNicolas Camenisch hat eine Bronzemedaille an der CEOI 2017 in Slowenien geholt!
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Letzte Publikationen

Swiss Software Industry Survey (SSIS) 2016

Der jährlich von der Universität Bern durchgeführte SSIS informiert über die Entwicklungen der Schweizer Softwarebranche. Der Themenfokus lag im Untersuchungsjahr 2015 auf der Internationalisierung.

  • Profitabilität, Investitionen und Wachstumserwartungen auf hohem Niveau, aber abnehmend:
    Die Schweizer Softwarebranche bleibt mit einer durchschnittlichen EBIT-Marge von 7.5% profitabel, trotz einer Abnahme gegenüber dem Vorjahr (2014: 8.5%). Die Wachstumsaussichten für 2016 werden ebenfalls – wenn auch etwas gedämpfte – positiv beurteilt: Im Durchschnitt erwarten Softwareunternehmen ein Umsatzwachstum von 5% (2014: 12%). Dieses Bild schlägt sich auch in den Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie im erwarteten Mitarbeiterwachstum nieder: Durchschnittlich bringen Schweizer Softwareunternehmen 12% ihres Umsatzes für zukunftsorientierte Investitionen auf (2014: 14%). Sollte im vorangegangen Jahr die Belegschaft noch um 12% erweitert werden, planen die Unter¬nehmen der Softwarebranche ihre Belegschaft im 2016 noch um 8.5% auszuweiten.
  • Fast zwei Drittel der Exportumsätze werden in Deutschland erzielt: 
    2015 erwirtschaftet die Schweizer Softwarebranche lediglich 12% ihrer Umsätze im Ausland. 62% dieser Exporte erfolgen nach Deutschland. Standardsoftwarehersteller sind mit ihren Internationalisierungsvorhaben zufriedener als Hersteller von Individualsoftware, was auf Abweichungen in den Internationalisierungsstrategien und die Art des Markteintritts zurückgeführt werden kann.
Link zur StudieSwiss Software Industry Survey (SSIS)
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ICT-Aussenhandelsstudie 2015

Der Handel mit ICT-Produkten ist ein wichtiger Wachstumstreiber der Schweizer Wirtschaft. Die Wettbewerbsfähigkeit aber auch die Innovationskraft der Schweizer Firmen spiegeln sich in deren Fähigkeit ihre Produkte auf dem internationalen Markt zu verkaufen. In den letzten Jahren zeigte sich, dass die Schweizer Unternehmen insbesondere bei den ICT-Dienstleistungen beträchtlichen Zuwachs verzeichnen konnten. 

Zum aktuellen Stand:
Im Jahr 2015 exportierte die Schweiz ICT-Güter und -Dienstleistungen im Wert von über 19.5 Mrd. CHF. Während die Schweizer Volkswirtschaft insgesamt drei Viertel der Exporte mit Gütern erwirtschaftet und ein Viertel mit Dienstleistungen, so präsentiert sich das Bild in der ICT umgekehrt. 67 Prozent des Exportvolumens (13.1 Mrd. CHF) werden mit Dienstleistungen erwirtschaftet. Und besonders im Dienstleistungsbereich ist gegenüber den Vorjahren ein grosser Anstieg zu verzeichnen (2013: +7 Prozent, 2014: +27 Pro-zent, 2015: +2 Prozent).
Hinter Finanzdiensten, Lizenzgebühren, Tourismus und Geschäftsdiensten stellen die ICT-Exporte die fünft-wichtigste Dienstleistungsgruppe dar. Innerhalb der ICT ist der Handel mit Computerdiensten von substan-tieller Bedeutung (9.0 Mrd. Franken), des Weiteren gehören noch Telekommunikationsdienste (2.4 Mrd. Franken) und Informationsdienste (1.7 Mrd. Franken) zur ICT-Dienstleistungskategorie. Der ICT-Güterexport ist im Vergleich zu den ICT-Dienstleistungen nicht nur weniger dynamisch, sondern auch seit Jahren rück-läufig (2010: 7.3 Mrd. Franken; 2015: 6.4 Mrd. Franken).
Wertmässig erfolgen 62 Prozent aller ICT-Dienstleistungsexporte in die EU, danach folgt Amerika mit 24 Prozent und Asien mit 10 Prozent Exportanteil. Innerhalb von Europa ist neben den grossen Nachbarländern Deutschland (2.6 Mrd. CHF) und Frankreich (0.9 Mrd. CHF), vor allem Grossbritannien (1.5 Mrd. CHF) bedeutsam. 
Der Nettoexport (Export minus Import) ist bei den ICT-Gütern negativ (-5.7 Mrd. CHF). Bei den ICT-Dienstleistungen ist die Handelsbilanz mittlerweile fast ausgeglichen (-0.2 Mrd. CHF). Das grosse Wachstum der ICT-Dienstleistungsexporte von rund 3 Mrd. CHF seit 2013 ist vor allem der Nachfrage aus Europa zu verdanken, wodurch das Dienstleistungsbilanzdefizit mit Europa seit 2014 verschwunden ist.

Link zur StudieICT-Aussenhandelsstudie
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